Miasmatische Homöopathie –
was bedeutet das für die Praxis und für die Homöopathie-Ausbildung?

Ein Beitrag der CvB-Akademie, Wolfsburg

Der Begriff der „miasmatische Homöopathie“ wurde in den letzten Jahren immer undeutlicher. Mehr und mehr Bedeutungen wurden damit verknüpft und gleichzeitig wurde es innerhalb der Homöopathischen Landschaft eine Art Modebegriff. Kaum ein Homöopath verzichtet heute in seiner Praxisbeschreibung auf Hinweise auf eine miasmatisch orientierte Arbeitsweise. Doch was sich damit verbindet, kann sehr vielfältig sein.

Miasmatische Homöopathie – wie sah es Hahnemann?
Hahnemann gebrauchte das Wort Miasma in einem sehr ursprünglichen Sinne, als Synonym für Krankheit, bzw. krankmachenden Einfluss. Er präzisierte das Wort Miasma, in dem er akute und chronische Miasmen unterschied. Dabei war für Hahnemann nicht die Dauer der Beschwerden der Faktor, der über die Einordnung in akute oder chronische Krankheit entschied. Es war für ihn die Art, wie die Lebenskraft der Menschen mit einem krankmachenden Einfluss umgeht.
Kommt es durch die Verstimmung der Lebenskraft zu einer Abwehrreaktion – die auch z.T. sehr heftig sein kann und kommt es in der Folge es zur Gesundung des Menschen, so gehört dieser Krankheitstyp den akuten Miasmen an.
Kann die Lebenskraft sich nicht gegen den krankmachenden Einfluss erwehren, kann sie bestenfalls also eine Art Kompromiss eingehen, so kommt es in der Folge zu einer dauerhaften und sich weiter verschlimmernden Verstimmung der Lebenskraft. Am Ende dieses Weges kommt es zum Tod des Menschen infolge der übermäßigen und mit üblichen medizinischen Mitteln nicht mehr umkehrbaren Verstimmung der Lebenskraft.
Diese Sichtweise ist ins besondere im ersten Band der „Chronischen Krankheiten ...“ von Hahnemann nach zu lesen (und auch in den späteren Auflagen seines Buches „Organon der Heilkunst“)
Eine Betonung des Begriffes „miasmatische Homöopathie“, so wie es üblich geworden ist, kannn man bei Hahnemann nicht finden, weil diese Denkweise für ihn eine natürliche, sich aus der Beobachtung in der Praxis ergebende Fortentwicklung seiner Heilmethode war. Das Augenmerk lag aber bereits damals auf den besseren Therapieerfolgen bei chronischen Krankheiten.

Hahnemann meinte mit dem Begriff der „chronischen Miasmen“ natürliche Krankheiten. Künstliche Krankheiten, wie Therapieschäden oder Vergiftungen rechnete er zu den chronischen Krankheiten (in schweren Fällen sogar zu den unheilvollsten, weil nicht mehr therapierbaren), jedoch unterschied er streng zwischen einem chronischem (durch natürlichen Einfluss entstandenen) Miasma und der „erkünstelten“ chronischen Krankheit.

Miasmatische Homöopathie - Wie sieht es heute aus?
Heute gibt es ein sehr unterschiedliches Verständnis zu diesen Begriffen.
Bei manchen Homöopathen geht es dabei nicht mehr um tatsächliche Krankheiten, sondern eher um übergeordnete Ideen oder Prinzipien, denen dann bestimmte chrarakterliche Eigenarten zugeordnet werden (übrigens eine Sichtweise, die Hahnemann nie vertrat, ja sogar deutlich ablehnte). Andere verknüpfen eher philosophische Überlegungen mit den „Miasmen“. Die Vielfalt der Einschätzungen zu diesem Thema ist inzwischen sehr groß geworden, so dass sich Homöopathen untereinander oft zunächst missverstehen und Begriffsklärungen betreiben müssen. Leider gehen die unterschiedlichen „miasmatischen Schulen“ nur wenig auf einander zu, so dass es ratsam ist, dass Knäuel möglicher Bedeutungen über eine Analyse der früheren und heutigen Auffassungen zu begegnen.
Ein seit 1990 bewährter Weg ...
Die Homöopathie-Ausbildung an der Clemens von Bönninghausen-Akademie bietet eine gute Grundlage für eine differenzierte Sichtweise zu diesem Thema. In der Wolfsburger Akademie wird nicht nur der Erkenntnisweg Hahnemanns beleuchtet. Auch die Denkweisen und Arbeitstechniken seiner Nachfolger werden solide und nutzbringend für die homöopathische Praxis vermittelt.

Wer geht nach Wolfsburg?
Neben vielen Anfängern in der Homöopathie kommen immer wieder Homöopathen an die CvB-Akademie, die bereits an anderen Schulen „komplette“ Ausbildungen absolviert hatten und dann in der Praxis merkten, dass sie gerade ihren chronisch kranken Patienten mit einer rein symptomatisch orientierten Homöopathie nicht dauerhaft helfen können.
Hahnemann beschrieb diese Dilemma bereits in der Einleitung seines Buches „Die chronischen Krankheiten ..“: Der Anfang solcher Kuren war erfreulich, die Fortsetzung minder günstig, der Ausgang hoffnungslos.“
Diese Beobachtung machte Hahnemann in seiner eigenen Praxis und allen nicht miasmatisch arbeitenden Homöopathen ergeht es noch heute ebenso.
Der Erfolg der im Hahnemann´schen Miasmatischen Homöopathie zeigt im Umkehrschluss seit über 150 Jahren die Richtigkeit und die Naturgesetzlichkeit der Erkenntnisse dieses Mannes.
Darum ist es eine gute Entscheidung an der CvB-Akademie in Wolfsburg die Homöopathie zu erlernen. Die CvB-Akademie in wolfsburg ist im deutschsprachigen Raum das führende Homöopathische Ausbildungsinstitut mit der längsten Erfahrung in der Erforschung und Vermittlung der Miasmenlehre Hahnemanns und seiner Nachfolger.
Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Hauptseite (siehe oben).